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 Irrtum 1: Raumthermostat 


"Über das Raumthermostat lässt sich die Heizung abstellen." (falsch)

Die Zahlen von 1 bis 5 stehen für unterschiedliche Raumtemperaturen auf die das Thermostat regelt. Bei Einstellung auf Stufe 1 öffnet das Ventil automatisch, sobald die Temperatur unter 12 °C abfällt. Aus diesem Grund können die Thermostate der Heizkörper in Wohnräumen immer auf einer Wohlfühlstufe zwischen 3 und 3,5 stehen. Lediglich bei Krankheit oder sonstigen Gründen für ein größeres Kälteempfinden sollte ein höherer Wert eingesetellt werden. Das Herabdrehen des Thermostatknopfes ist nicht notwendig und auch nicht sinnvoll.

Da im Schlafzimmer in der Regel eine geringere Temperatur bei Stellung 2 (ca. 16 °C) ausreicht, sollte die Tür zum Schlafzimmer immer geschlossen bleiben. Ansonsten kann es zu Irritationen zwischen den Raumtemperaturen kommen oder es entsteht gar Schimmel über Feuchtigkeitstransport zum Schlafzimmer.

 

Irrtum 2: Abschalttemperatur Absenkung


"Die Abschalttemperatur Absenkung ist die Temperatur auf die der Wohnraum in der Nacht geregelt wird." (falsch)

Die Abschalttemperatur Absenkung ist die Außentemperatur, unter der die Heizung auch in der Nacht funktioniert. Bei einer eingestellten Temperatur von 16 °C, einer Außentemperatur von 10 °C und der Einstellung des Thermostates am Heizkörper auf Stufe 5 heizt der Heizkörper den Raum auf 28 °C sofern die Heizfläche des Heizkörpers dazu ausreicht.

Steht die Abschalttemperatur Absenkung auf 16 °C, so wird innerhalb der Absenkzeit (in der Regel nachts, je nach Einstellung) die Heizung komplett ausgeschaltet, sofern die Außentemperatur oberhalb von 16 °C liegt.

 

 Irrtum 3: Außentemperaturfühler


"Den Außentemperaturfühler brauche ich nicht" (falsch)

Der Außentemperaturfühler ermöglicht es der Heizungssteuerung bei Temperaturen, bei denen keine Heizung benötigt wird, die Pumpen abzuschalten. Er sollte auch genutzt werden, um die Pumpen in der Nacht bei einer Außentemperatur von 16-18 °C abzuschalten. Die Wohnräume kühlen in dieser Zeit nicht auf die Außentemperatur ab, da die Wände Wärme speichern. Die Absenktemperatur sollte jedoch je nach Haustyp nicht unter 16 °C Außentemperatur eingestellt werden.

Durch die Abschaltung der Pumpen lässt sich eine erhebliche Menge an Strom sparen, da die Pumpen auch laufen würden, wenn kein Heizkörper Wärme abnimmt.

 

 Korrektur Tagtemperatur


Die Korrektur Tagtemperatur ist standardmäßig auf 0 °C eingestellt. Das bedeutet, dass mit normaler nach Außentemperatur geregelter Vorlauftemperatur in die Heizkörper geheizt wird. Durch Verringerung des Wertes von 0 °C auf einen negativen Wert wird die Vorlauftemperatur abgesenkt. Theorteisch steht die Korrektur von 0 °C für z.B. 21 °C Raumtemperatur. Bei der Einstellung von -2 °C wird die erreichbare Raumtemperatur um 2 °C auf 19 °C abgesenkt. Dies ist jedoch nur theoretisch so, denn die Regelung kann nicht wissen, wie warm die Räume tatsächlich sind. Sie errechnet sich eine Vorlauftemperatur, die unter der normalen Vorlauftemeratur liegt. Diese wird dann in die Heizkörper geheizt.

Wird die Korrekturtemperatur auf einen Wert größer 0 °C eingestellt, so fährt die Heizungsanlage mit einer höheren Vorlauftemperatur, als die, die nach aktueller Außentemperatur verlangt wir. Diese Einstellung kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn ein ungeheizter Raum möglichst schnell aufgeheizt werden soll.

 

Korrektur Nachtbetrieb


Die Korrektur Nachtbetrieb steht standardmäßig in der Regel auf -4 °C. Das bedeutet, dass die Vorlauftemperatur in der Absenkzeit unter der Vorlauftemperatur am Tag liegt. Mit dieser Einstellung soll gewähleistet werden, dass in Theorie die Raumtemperatur um 4 °C unter der Tagesraumtemperatur von in der Regel 21 °C liegt.

 

Laufzeit der Zirkulationspumpe


Durch die Zirkulationspumpe, die dafür sorgt, dass warmes Wasser möglichst direkt am Wasserhahn ansteht, wird nicht nur Strom verbraucht sondern auch Wärme. Die Wände bzw. Räume, in denen die Warmwasser- und Zirkulationsleitung verlegt ist, haben in der Regel eine Temperatur von weniger als 21 Grad. Aus diesem Grund verliert das Warmwasser bei der Zirkulation Temperatur und kühlt so den Warmwasserspeicher ab.

Es empfiehlt sich eine Einstellung der Zirkulationszeiten auf kurze Zeiträume (morgens, mittags und abends) in denen mit Warmwasserbedarf im Hause zu rechnen ist.

Die folgende Abbildung soll zeigen, dass der Warmwasserspeicher während der Zirkulationszeit wesentlich häufiger geladen werden muss, weil die Energie in den Wänden verpufft. Im Sommer ist diese Energiezufuhr kontraproduktiv, da er das Haus heizt, obwohl es ohnehin schon warm genug ist.