Umrüstung der Warmwasserbereitstellung


 

Einige Mitglieder der Genossenschaft stehen vor einer Umrüstung der Warmwasserbereitung, da das warme Wasser vor dem Anschluss an das Nahwärmenetz noch mit dem Boiler unter dem Heizkessel oder einem zentralen elektrischen Durchlauferhitzer bereitgestellt wurde.

Hier gibt es die Wahl zwischen folgenden Lösungen:

  1. Warmwasserspeicher in unterschiedlichen Varianten

  2. Heizungspufferspeicher mit Durchflusserwärmer für Trinkwasser

 

1. Warmwasserspeicher:

Bei dem Warmwasserspeicher wird durch die Übergabestation der Energiegenossenschaft der Speicherinhalt erwärmt. Wenn warmes Wasser irgendwo im Gebäude am Wasserhahn angezapft wird, dann fließt kaltes Trinkwasser in den Speicher nach. Dieses wird erwärmt und im Speicher bevorratet.

 

2. Heizungspufferspeicher mit Durchflusserwärmer für Trinkwasser

Bei dieser Möglichkeit der Trinkwassererwärmung wird nicht Trinkwasser warm bevorratet, sondern Heizungswasser (Heizungspufferspeicher). Die Wärme aus dem Heizungswasser wird in einer Frischwasserstation zur Erwärmung des Trinkwassers beim Durchfluss genutzt. Diese Erwärmung startet, wenn warmes Trinkwasser gezapft wird (ähnlich wie beim elektrischen Durchlauferhitzer).

Vorteile:

  • Verringerung der Legionellengefahr, da Bevorratung von Trinkwasser wegfällt

  • Heizkreise können an den Pufferspeicher angeschlossen werden

  • Pufferspeicher senkt Verbrauchsspitzen aus Sicht des Netzes (geringfügige Stromersparnis der Energiegenossenschaft)

  • Niedrige Rücklauftemperaturen auf der Sekundärseite (geringerer Wärmeverlust und Stromverbrauch im Nahwärmenetz)

Nachteile:

  • Wesentlich teureres System (ca. 2.500 €) im Vergleich zu einem normalen Warmwasserspeicher (ca. 600 €)

Auch mit einem normalen Warmwasserspeicher wird den Legionellen entgegen gewirkt. Aus hygienischen Gründen werden an einem Tag in der Woche alle Speicher in den Häusern der Genossenschaftsmitglieder auf 65 °C erhitzt.

In den nachfolgenden Abbildungen sind Informationen zu einem Heizungspufferspeicher mit Durchflusserwärmer dargestellt. Bei Interesse lassen Sie sich von Ihrem Heizungsbauer beraten. Bisher gibt es zwei Mitglieder, die Interesse an einem solchen System geäußert haben. Aus diesem Grund wurden diese Informationen hier zusammengetragen. Ein Durchflusserwärmer kann nur in Verbindung mit einem Pufferspeicher betrieben werden, da die Leistung der Übergabestation sonst nicht ausreichend wäre.

Frischwassersystemspeicher

Schema Pufferspeicher mit Frischwasserstation